Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der Bäume und Hecken zunehmend ihre bunten Blätter verlieren und damit kommt auch die Zeit in der sich das Laub auf Straßen und Wegen sammelt. Aber das schöne Herbstlaub macht auch Arbeit.

Die Laubsaison ist im vollen Gange. Rund 220.000 Straßenbäume gibt es in Hamburg. Für mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtreinigung Hamburg (SRH) ist der Herbst dadurch eine besondere Herausforderung.
Um die bis zu 20.000 Tonnen Laub in den Griff zu kriegen und so schnell wie möglich zu entsorgen, kommt spezielle Ausrüstung zum Einsatz. Manuell und maschinell wird dann mit großem Aufwand gefegt, gepustet und gesaugt damit die Straßen, Wege und Wasserläufe wieder sicherer sind.

Die Laubmenge füllt rund 400.000 Standard-Mülltonnen, die aneinandergereiht von Hamburg bis nach Osnabrück reichten. Die Stadtreinigung ist zuständig für rund 7.800 Kilometer Fahrbahnen und rund 3.230 Kilometer Fußwege. Eingesetzt werden 40 Gehweg-Kehrmaschinen, vier mittelgroße Kehrmaschinen, 38 große Kehrmaschinen mit Saugrüssel, zwölf Spezial-Container mit Saugrüsseln sowie 93 Kleinlaster. Hinzu kommen acht separate Sauggeräte als Lkw-Anhänger.

(Foto Quelle: SRH)
Auf Gehwegen werden rund 230 Elektro-Blasgeräte sowie 95 Blasgeräte mit geräuschreduziertem Kraftstoffmotor benutzt. Anwohner, die für ihren Gehweg keine Gebühren zahlen, müssen selbst das Laub einsammeln. Für Anlieger und Gartenbesitzer gibt es die grüne Biotonne mit 14-täglicher Leerung. Auf den Recyclinghöfen ist die Anlieferung von bis zu einem Kubikmeter Laub gebührenfrei. Weitere Kubikmeter kosten jeweils 1 Euro. Anliegerinnen und Anlieger, die Laub am Straßenrand oder in Rinnsteinen ablagern, handeln ordnungswidrig, Dies könne laut Stadtreinigung mit einer Verwarnung (ab 30 €) oder Bußgeld (ab 60 €) geahndet werden..
Besonders umweltfreundlich ist das Kompostieren von Laub vor Ort. Im eigenen Garten erzeugter Kompost schließt den biologischen Nährstoffkreislauf und verbessert die Bodenqualität nachhaltig. Laubhaufen im Garten sind außerdem für Igel und andere Nützlinge wichtige Winterquartiere (http://www.igelkomitee-hamburg.de). Auf Rabatten ist Laub ein guter Winterschutz für Stauden und sollte deshalb dort liegen bleiben.

Die Kastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella) löst die „Kastanienkrankheit“ aus, die vor allem bei der weißblühenden Rosskastanie ein frühzeitiges Abwerfen der Blätter verursacht. Ursache der sogenannten Blattbräune ist der Bräunepilz (Guignardia aesculi). Auch dieser ist in Hamburg verbreitet. Kastanienlaub, das von einem der beiden Schadorganismen befallen wurde, sollte nicht vor Ort kompostiert, sondern über den gebührenpflichtigen Laubsack, die grüne Bio-, die schwarze Restmülltonne oder den weißen Sack der Stadtreinigung entsorgt werden. Sonst kann sich der Befall ausbreiten. Ein dritter auffälliger Schädling an Hamburger Straßenbäumen ist die Wollige Napfschildlaus (Pulvinaria regalis), die vor allem die Stämme und Zweige von Linden und Ahorn mit weißen Eisäcken bedeckt. Dieses Laub kann allerdings bedenkenlos kompostiert werden, da die Eisäcke in der Laubzeit in der Regel leer sind.

Weitere Infos findet Ihr auf der Internetseite der Stadtreinigung Hamburg


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